Referenten 2008

Telemedizin „diagnostiziert“ auch Wirkung von
Therapie und Wellness

Über das Messen von Kenngrößen des kardiovaskulären Systems, speziell der Sympathikus-Parasymphatikus-Regulation sowie der Herzfrequenzvariabilität können Krankheits-, Therapie- und Entspannungsverläufe quantitativ erfasst und bewertet werden. Kleine und sehr einfach handhabbare mobile Geräte aus der „clue“-Familie zeichnen entsprechende Daten auf, die nach einem festgelegten Modus per Mobilfunkgerät übertragen werden.

Prof. Joachim Schlund, Telovital GmbH, Wien

Chemotherapie in Kombination mit lokoregionaler Hyperthermie beim metastasierten Mammakarzinom: Die Mammatherm-Studie
In der Therapie von Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom haben sich Behandlungsschemata mit einerseits möglichst hoher Ansprechrate und andererseits bestmöglicher Verträglichkeit durchgesetzt. Bisher gibt es keine Standardtherapie in der metastasierten Situation. Lokoregionale Hyperthermie könnte aufgrund einer erhöhten Perfusion bei gleichzeitig vermehrter interstitieller Azidose im behandelten Tumorgewebe additive Effekte auf die Wirkung der Chemotherapie haben.

Dr. med. Julia Jückstock, Oberärztin Frauenklinik Innenstadt der
Ludwig-Maximilians-Universität München

Efficacy and safety of electro-hyperthermia
(Wirksamkeit und Sicherheit der Elektro-Hyperthermie)

Oncothermia makes cell-selective focus on the tumor and it is free from dangerous hot-spots. The main characteristics of the method are its self-selective behavior and its apoptosis oriented cell-killing mechanism. Both the features are proven in detailed theoretical and experimental processes.
Electro-hyperthermia with its modulated and carefully filtered frequency delivery is able to destroy selectively the malignant cells. Precise modulation-enhanced energy focusing (which is proven on animals) is the safeguard of the efficacy and the safety of the method.

Prof. Dr. Andras Szász, Dr. Oliver Szász, Biotechnics Department,
St. Istvan University Hungary

Temperaturmessungen unter der Elektro-Hyperthermie
Trotz zahlreicher Grundlagenforschungen und umfangreicher klinischer Anwendungen, besteht eine wiederkehrende Frage nach der Temperaturentwicklung. Die Untersuchungen sollen zeigen, wie sich die Temperaturen in Abhängigkeit von Größe, Position und Energieeintrag der Antennen im Gewebe verändern. Die aktuelle Versuchsanordnung zeigt die Temperaturentwicklung in nicht perfundierten avitalen biologischen Geweben als Voraussetzung für Untersuchungen am perfundierten vitalen humanen Gewebe.

Prof. Dr. med. Holger Wehner, Chefarzt gisunt Klinik, Zetel /
1. Nordwestdeutsches Hyperthermiezentrum

Randomisierte, kontrollierte Studie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit einer milden, wassergefilterten Infrarot-A-Ganzkörper­hyperthermie als Zusatz-behandlung zu einer multimodalen rehabilitativen Standardtherapie bei der Behandlung der Fibromyalgie
Die Studie evaluiert, ob bei Patienten mit Fibromyalgie die milde, wassergefilterte Infrarot-A-Ganzkörperhyperthermie als Zusatzbehandlung zu einer multimodalen rehabilitativen Standardtherapie gegenüber einer multimodalen rehabilitativen Standardtherapie allein, einen therapeutischen Nutzen erbringt.

Dr. med. Andreas Wagner, Südharz Krankenhaus Nordhausen
Zentrum für Rehabilitation und Physiotherapie
Phytotherapie bei chronischen Schmerzen
Für Patienten, die Analgetika über längere Zeit einnehmen müssen, um die Entwicklung der schwer therapierbaren Schmerzkrankheit zu vermeiden, sind die noch immer zu wenig beachteten pflanzlichen Schmerzmittel, insbesondere die Extrakte aus Brennnesselkraut, Teufelskrallenwurzel und Weidenrinde sowie bestimmte Kombinationspräparate häufig eine sinnvolle Option. In kontrollierten klinischen Studien und in Anwendungsbeobachtungen wurde gezeigt, dass die pflanzlichen Analgetika verhältnismäßig mild wirken und ihre Wirkung auch nicht sofort einsetzt, dass sie aber in der Langzeitanwendung sehr gut verträglich sind.

Prof. Dr. med. Karin Kraft, Lehrstuhl für Naturheilkunde
Universität Rostock

Ganzkörperhyperthermie und Chemotherapie bei metastasierten Tumorerkrankungen: Neue Forschungsergebnisse und eigene Erfahrungen
Neben der Aktivierung immunologischer Mechanismen durch die Erhöhung der Körpertemperatur im Sinne eines hohen Fiebers kommt es direkt temperaturabhängig zur Wirkungssteigerung bestimmter Zytostatika. Durch die thermisch bedingte Denaturierung von p-Glukoproteinen kann eine grundsätzliche oder erworbene Chemotherapieresistenz von Tumorzellen überwunden werden. Die wärmebedingte vermehrte Durchblutung des Tumorgewebes führt zu höheren Wirkstoffspiegeln der Zytostatika in den Tumorzellen.

Dr. med. Alexander Herzog, Fachklinik Dr. Herzog, Bad Salzhausen

Was läuft falsch in Forschung und Therapie
der Alzheimer Demenz?
Als Ursache für die Bildung der charakteristischen Amyloidplaques bei AD werden fälschlicherweise die Neurone angesehen. Dies ist aber nur bei erblicher AD der Fall, die höchstens 5 % der Fälle ausmacht. Die weitaus überwiegende Zahl der Erkrankungen sind idiopathischer Natur, fälschlicherweise „sporadisch“ genannt. Dabei steht nicht das Neuron im Mittelpunkt, sondern der Astrozyt.

Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. habil., Hartmut Heine, Neuhausen

Warum Psycho-Onkologie wirkt!
Ergebnis einer prospektiven Studie, randomisiert.
Die Daten von Dr. Spiegel werden bestätigt, es ist eine Verdopplung der Überlebenszeit festzustellen, überprüft vom Institut für Medizinstatistik, Toronto/Canada. Psycho-Onkotherapie bedarf neben empathischer Gesprächsführung Sach- und Fachwissen, sie ist eine sehr anspruchsvolle, ganzheitlich auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Therapie mit hoher Wirksamkeit.

Prof. Dr. K. F. Klippel, University of Health Berlin-Bremen

Infrarot-Thermographie zur Prävention und Früherkennung
des Mammakarzinoms

Mit dem Tumorwachstum einher geht ein gesteigerter Metabolismus, der mit einer erhöhten Wärmeproduktion verbunden ist. Diese Wärme wird abgestrahlt und mittels Infrarot-Thermographie erfasst. Bekannt ist, dass mit zunehmender Malignisierung der Zelle die Temperatur des Karzinoms gegenüber dem umliegenden Gewebe steigt (bis zu 3 °C und mehr). Die Infrarot-Aufnahmen sind atraumatisch. Die Aufnahmetechnik ist standardisiert; ebenso die Rahmenbedingungen.

Dr. med. Helmut Sauer, Waldbronn

Regionale Chemotherapie
Die regionale Chemotherapie behandelt nur das tumor- oder Metastasen befallene Körpersegment oder Organ – jedoch mit hoher lokaler Zytostatikakonzentration, bzw. Exposition. Bei der arteriellen Infusion von Zytostatika, wird durch die primäre Passage durch das Tumorbett im befallenen Bereich eine hohe Exposition erzielt, im venösen Abfluss oder systemischen Kreislauf jedoch nur eine niedrige Konzentration. Werden sehr hohe Dosierungen in die Tumorregion arteriell infundiert, können Nebenwirkungen durch die so genannte venöse Chemofiltration sehr abgeschwächt, bzw. ganz vermieden werden.

Prof. Dr. med. Karl R. Aigner, Ärztlicher Direktor
Medias Klinikum GmbH & Co. KG, Burghausen

CellSearch: Ein neuartiger Bluttest aus den USA zur Überprüfung der Behandlungseffizienz bei Krebserkrankungen
Aus einer Armvene wird Blut entnommen. In dafür entwickelten Transportröhrchen ist es ohne Kühlung bis zu 3 Tage haltbar. Die Untersuchung erfolgt standardisiert und weitgehend automatisiert. Dabei werden spezielle Eigenschaften der Tumorzelloberflächen ausgenutzt, um sie mit Hilfe starker Magnetfelder aus dem Blut anzureichern. Zusätzliche Fluoreszenzfärbungen erlauben eine sichere Identifizierung mittels Bildverarbeitung in einem automatisierten Mikroskopsystem.

Prof. Dr. med. Hans Bojar
Institut für Onkologische Chemie, Universitätsklinikum Düsseldorf

Die Elektroakupunktur nach Voll (EAV)
Homöopathen wollen Sicherheit darüber, wie treffend ihre Repertorisation war, Akupunkteure wollen herausfinden, welche Substanz z. B. in der Raumluft die Wirkung ihrer gesetzten Nadeln immer wieder verpuffen lässt. Die Elektroakupunktur nach Voll (EAV) ist eine ganzheitlich, systembezogene, komplexe, nichtinvasive, elektrotechnische Messmethode. Der Vortrag beschreibt die Methode in Ihren Grundzügen, er gibt Hinweise auf ihre Fähigkeiten und definiert ihre Einsatzmöglichkeiten und Grenzen.

Dr. med. Richard Kraßnigg, Präsident der Internationalen Medizinischen
Gesellschaft für Elektroakupunktur nach Voll (IMGEAV),
Neunkirchen-Seelscheid

Immunbalancestörung als Ursache chronischer Erkrankungen der heutigen Zeit und deren nicht-toxische Therapie –
am Beispiel Krebs

Durch die neuesten Forschungen der Evolutionsbiologie und der Immunologie ergeben sich neue Erkenntnisse bezüglich Ätiologie und Pathogenese einer ganzen Reihe von chronischen Erkrankungen der heutigen Zeit - chronischen Darmerkrankungen, Allergien, Asthma, Krebs, AIDS sowie rheumatoider Arthritis. Die Zusammenhänge und nichttoxischen Therapien werden vorgestellt.Insbesondere für den in der Praxis tätigen Kollegen werden Substanzkombinationen vorgestellt, die sicher und nebenwirkungsfrei in die immunregulierenden Mechanismen eingreifen.

Dr. med. Juliane Sacher,Arztpraxis für Allgemeinmedizin, Frankfurt

Orale synthetische Thymuspeptide – ein neues Behandlungsprinzip im Rahmen gezielter Immunmodulatio
nNachlassende oder krankhafte Funktion der Thymusdrüse führt zur Entstehung chronischer Erkrankungen, auch zu Krebs. Die gezielte, differenzierte Behandlung mit wirksamen Thymushormonen bzw. Peptiden gehört damit zur erfolgreichen Behandlungsstrategie chronischer Erkrankungen und Krebserkrankungen.

Dr. med. Knut Briken, Eystrup, Arzt für Allgemeinmedizin, Fachkunde Labor; Schwerpunkte: Komplementäre Onkologie, Immunbiologische Krebsnachbehandlung Immundiagnostik, Bioresonanzverfahren

Can we prolong cancer patients life with complementary medicine?
(Kann Komplementärmedizin das Leben krebskranker Patienten
verlängern?)
Adding complementary cancer treatment methods and hyperthermia may have a positive effect not only on cancer and chemotherapy symptoms, but also on prolonging patient‘s life. It is well documented in many studies published in the medical literature some of the will be presented. In our experience, 60 % and more of very advanced cancer patients, many of them failed all types of conventional therapies, may benefit by adding such treatments to the conventional methods. This is done by using hyperthermia, i.v. and oral supplements, nutrition and more.

Joseph Brenner M. D., „New-Hope“ The Center for Complementary Cancer Treatments and Hyperthermia / Head of Oncology,
Wolfson Hospital, Tel Aviv/Israel

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